Programm

Die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hat mich seit meiner Jugend geprägt. Besonders spannend finde ich dabei, dass ich dadurch die Chance wahrnehmen kann, mein eigenes Umfeld, aber auch das meiner Familie, Freunde, ja aller Mitbürger mitgestalten zu können, frei nach dem Motto: Wer nicht selbst gestaltet, wird gestaltet!

Meine politisches, bzw. mein vorpolitisches Engagement begann 2014 mit der Arbeit in der Flüchtlingsbetreuung. Diese führte mich dann – quasi zwangsläufig – als Sachkundigen Bürger in den Ausschuss für, Schule, Sport, Familie und Soziales. Im Folgejahr rückte ich dann als Stadtverordneter in den Rat auf, wo ich seit Sommer 2017 als Fraktionsvorsitzender der CDU Freudenberg tätig bin.
Seither erlebe ich Rats- und Verwaltungstätigkeit hautnah. Und immer stärker drängt sich dabei die Frage auf:
Muss das eigentlich so laufen, wie es läuft, oder geht das auch besser?

Ich glaube: Es geht besser!

Ich stehe für eine aktive Unterstützung unserer heimischen Unternehmen. Nichts ist hilfreicher, als im direkten Kontakt mit den Unternehmen und Unternehmern deren Pläne und Bedürfnisse zu erfahren, um dann zielgerichtet reagieren zu können. Durch viele Firmenbesuche mit der Freudenberger CDU sind hier bereits wertvolle Kontakte entstanden.

Gesunde Unternehmen ziehen Fachkräfte nach Freudenberg. Die wollen dann natürlich auch angemessen wohnen, schauen auf eine gute Verkehrs- und Dateninfrastruktur und suchen nicht zuletzt ein vielfältiges Freizeitangebot für sich und Ihre Familien. Diese Dinge müssen aktiv angegangen werden. Am Beispiel des Breitbandausbaus möchte ich verdeutlichen, was ich meine.

Während Siegen oder auch Kreuztal eigeninitiativ für ihre ansässigen Firmen einen Breitbandanschluss längst ermöglicht haben, hat man in Freudenberg die Zeit ins Land gehen lassen, bis kreisweit ein Konzept beschlossen wurde und jetzt endlich umgesetzt wird. Aus lauter Not haben sich etliche Firmen im Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-West bereits lange vor der Umsetzung der Ausschreibung zum Breitbandausbau einen eigenen Anschluss bauen lassen und finanziert, weil der Marktdruck das Geschäft bestimmt und nicht das Warten auf die Initiative anderer!

Wirtschaftsförderung heißt: aktiv im Gespräch sein, frühzeitig Bedarfe erkennen und zielgerichtet planen und handeln. Dabei werde ich darauf achten, dass die Stärkung unserer heimischen Unternehmen im Einklang mit den berechtigten Forderungen nach einem angemessenen Verbrauch natürlicher Ressourcen steht.

Unsere Natur hat einiges zu bieten und sie ist nicht zuletzt eines der großen Aushängeschilder Freudenbergs. Wir wollen die Schöpfung bewahren und nachhaltig in die Zukunft schauen. Beim Thema Klima- und Naturschutz dürfen wir aber in keinen Aktionismus verfallen. Alibi-Projekte und Symbolpolitik helfen uns wenig. Vielmehr ist es unsere Aufgabe, jegliches Potenzial auf kommunaler Ebene auszureizen. Dabei geht es um energetische Sanierung, das Ausschöpfen der Möglichkeiten für erneuerbare Energien und ökologische Bewirtschaftung städtischer Flächen. Wenn wir hier Prioritäten setzen und als Vorbild agieren, könnte es schon bald noch grüner in Freudenberg aussehen. Die Bewahrung der Schöpfung einerseits und die Wirtschaftsförderung andererseits müssen keine Gegensätze sein. Ich stehe für eine angemessene Abwägung dieser beiden Pole.

Eine Wahrheit sollten wir alle kennen: Wenn ich in einer schönen und gut versorgten Stadt leben und arbeiten will, braucht es dazu neben anderen Faktoren Unternehmer und Unternehmen, die sichere Arbeitsplätze bieten und die u. a. durch ihren Steuerbeitrag diesen Wohlstand mit ermöglichen.

Es trägt maßgeblich zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei. Diese Sicherheit wiederum ist Grundlage dafür, dass sich Familien bei uns ansiedeln und wohlfühlen. Diese Sicherheit umfasst aber noch viel mehr: Angefangen bei der Frage nach der medizinischen Versorgung für die ganze Familie, über die Chancen für Kinder, einen Kindergartenplatz zu bekommen, bis hin zu der Frage, welche schulischen Möglichkeiten sich bieten. Hinzu kommen Fragen der Daseinsfürsorge wie Einkaufsmöglichkeiten und Verkehrsanbindungen, um nur einige zu nennen. Ich scheue mich nicht, diese Dinge in die Hand zu nehmen. Die Sicherung der Lebensqualität unserer Bürger genießt bei mir höchste Priorität!

Dazu gehört dann auch ganz praktisch, dass sichere Schulwege geschaffen werden müssen. Jeder Unfall ist einer zu viel! Wenn uns unsere Kinder das nicht wert sind, brauchen wir uns über andere Themen eigentlich ernsthaft keine Gedanken mehr zu machen!

Gleiches gilt im Übrigen für die Frage, wie wir mit unseren Senioren umgehen. Nicht nur für sie, aber eben insbesondere für sie stellt sich die Frage, wie mobil kann und will ich sein?

Hier tut sich ein weites Feld auf, das, – um im Bild zu bleiben – bisher weitgehend brach liegt und unbeackert ist. Ich stehe für die praktische Umsetzung von Mobilitätsideen, sei es die Förderung von E-Bike-Verkehr oder das Bemühen um eine anforderungsgerechte ÖPNV-Versorgung aller Ortsteile – sei es die Frage nach mobilen Einkaufsmöglichkeiten oder einer bedarfsgerechten Belieferung von Privathaushalten. Es gilt, viele Ideen zu sammeln und im Sinne unserer Bürger zeitnah umzusetzen.

Wir leben in einer schönen Stadt, die leider im Augenblick weit unter ihren Möglichkeiten bleibt. Touristische Möglichkeiten wie sie unsere Wälder, unsere Dörfer, aber auch der „Flecken“ bieten, wollen wir mehr nutzen. Die kulturelle Vielfalt, die durch vielschichtiges ehrenamtliches Engagement oft erst möglich wird, soll gefördert, langfristige Entwicklungskonzepte weiter gedacht werden:

  • Eine längst überfällige Radwanderkarte
  • Ein Kulturkonzept, das darauf ausgerichtet ist, Touristen zu mindestens einer Übernachtung anzuregen, aber auch den Bürgern unserer Stadt diese Vielfalt „schmackhaft“ zu machen
  • Aktive Förderung moderner und sicherer Infrastrukturen für Alt und Jung
  • Hohenhain bspw. hat immer noch keinen Anschluss an das Mobilfunknetz!
  • Wie sieht es z. B. mit einem Bürgerbus aus?
  • Belebung und bessere touristische Nutzung des alten Fleckens
  • Wurden mit der Gastronomie vor Ort Bewirtungskonzepte entwickelt?
  • Bemüht man sich um die Ansiedlung moderner, kleiner Geschäfte in der Innenstadt?
  • Ökologisch und ökonomisch sinnvolle Energienutzung
  • Werden öffentliche Gebäude konsequent mit Solar- bzw. Photovoltaikanlagen versehen?
  • Werden sinnvolle Auflagen für Privathausbauer entwickelt, wie sie z. B. in Baden Württemberg völlig normal sind?

Diese Liste ließe sich nahezu beliebig fortsetzen. Sie macht aber bereits in dieser Kürze eines sehr deutlich: Es ist an der Zeit, dass wir nicht mehr als Opposition gute Ideen vortragen, die abgebügelt werden. Es ist an der Zeit, gute Ideen selbst umzusetzen, damit wir

  • Lebensqualität sichern,
  • die Schöpfung bewahren,
  • und die Wirtschaft fördern.

Es ist an der Zeit für ein starkes Freudenberg. Dafür möchte ich mich als Bürgermeister einsetzen und bitte Sie um Ihre Stimme.