Es ist nicht drin, was draufsteht

Zum Wahlkampf von SPD und FDP in Sachen Kita

Die SPD macht derzeit auf ihren Plakaten Werbung für die “beste Kinderbetreuung”. Kürzlich noch hatte die FDP, die die Bürgermeisterin im Wahlkampf unterstützt, ein Großflächenplakat am Seelbacher Weiher mit der Aufschrift “Familien brauchen ortsnahe Kitas”. Und dennoch will die Bürgermeisterin in Lindenberg eine neue Kita planen, obwohl der Bedarf nachweislich und ausdrücklich im Fischbachtal (Niederndorf, Dirlenbach, Oberfischbach) besteht!
Die Übergangslösung in Dirlenbach soll nächstes Jahr schließen und in Oberfischbach ist ein neues Baugebiet in Aussicht. Man war sich eigentlich immer einig, dass hier etwas passieren muss. In allen drei Ortschaften wurden bereits Angebote für neue Kitastandorte gemacht, die alle – aus welchen Gründen auch immer – abgelehnt wurden. Noch zuletzt konnten sich die örtlichen Vertreter ein Bild von den Planungen in Oberfischbach machen, die aber bereits wieder verworfen wurden. Auch ein aktuelles Angebot aus Dirlenbach, das auf viel Zuspruch stieß, wurde ausgeschlagen. Und nun, ganz plötzlich vor der Wahl ergibt sich in Lindenberg eine Möglichkeit. Noch kürzlich wollte die Bürgermeisterin in einer Beschlussvorlage, die sich mit einem ganz anderen Thema beschäftigte, diese Möglichkeit vom Rat absegnen lassen. Wir konnten das glücklicherweise verhindern. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum plötzlich nach Jahren der Standortdiskussion im Fischbachtal nun in Lindenberg eine Kita geplant werden soll. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass hier irgendjemandem ein Gefallen getan werden soll. Eine Erklärung steht bis heute aus und die Neuigkeiten mussten wir aus der Presse erfahren. Der Bedarf besteht eindeutig an anderer Stelle, und dort wurden zahlreiche Angebote ausgeschlagen.
Die CDU hat schon viele Gespräche mit jungen Eltern geführt, die das auch nicht nachvollziehen können. Sollen in Zukunft die Dirlenbacher Kinder nach Lindenberg gefahren werden?
Um es in den Worten der Plakate der politischen Mitstreiter auszudrücken: “Schlechteste Kitaplanung” oder “Familien brauchen ortsferne Kitas”.

Fazit: Das ist keine gute Politik! Und wenn man dann auch noch Werbung damit macht, obwohl man genau anders handelt, ist das schlichtweg billiger Wahlkampf, weil man Sand in die Augen der Bürgerinnen und Bürger streut. Ein Marketing-Kritiker würde sagen: “Es ist nicht drin, was draufsteht.”
Die CDU setzt sich dafür ein, dass eine Kita-Lösung im Fischbachtal forciert wird. Und das muss auch gegenüber dem Kreis und der AWO als Träger ganz klar kommuniziert werden!
Das fordern wir in einem entsprechenden Antrag, damit eine erneute Beratung im Kreis erfolgt.

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